Bei welchen Aufträgen rentiert sich der Einsatz von Arbeitsbühnen? Antwort darauf kann Malermeister Harald Kuhnle geben. Er arbeitet seit langen Jahren mit diesen Geräten.
Gerüst oder Bühne, kaufen oder mieten - vor dieser Entscheidung stehen viele Handwerker in ihrem Berufsalltag immer wieder. Einer, der den Spieß buchstäblich umgedreht hat, ist Harald Kuhnle aus Fellbach bei Stuttgart. Er verkaufte vor etwa zwei Jahren den 1959 von seinen Eltern gegründeten Malerbetrieb, um sich nur noch dem zweiten Standbein des Unternehmens zu widmen: dem Verleih von Arbeitsbühnen. „Mein Vater hat schon früh erkannt, dass er ohne ein fest aufgebautes Gerüst wesentlich flexibler arbeiten konnte und sich daher 1973 die erste Bühne gekauft", erklärt der Malermeister den Beginn der Entwicklung. Im Jahr 1985 übernahm er den Familienbetrieb, der zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr nur Malerarbeiten ausführte, sondern auch die zu einem Fuhrpark angewachsenen Arbeitsbühnen verlieh. „Beides gemeinsam ließ sich jedoch irgendwann nicht mehr unter einen Hut bringen. Ich habe mich dann für den Arbeitsbühnenverleih entschieden", beschreibt Harald Kuhnle diese Entscheidung. Mittlerweile besitzt sein Betrieb fast vierzig verschiedene Bühnen. „Im Laufe der Zeit haben viele Maler deren Vorteile erkannt", erläutert er die Situation. Diese Vorteile lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Sicherheit
In einem Arbeitskorb ist die Unfallgefahr geringer. Der Bediener befindet sich während des Arbeitens in einem geschützten Raum. Darin lassen sich verschiedene Einsatzorte in nur einem Arbeitsgang bequem anfahren und sogar schwere Lasten transportieren.
Wirtschaftlichkeit
Allein der Auf- und Abbau eines Gerüstes kostet Geld. Daher ist eine Bühne immer dann interessant, wenn es sich um kurze Einsätze handelt. Darüber hinaus können viele Arbeitsbühnen von nur einer Person bedient werden. Das hält die Kosten niedrig.
Flexibilität
Es gibt Einsatzorte, die mit einem Gerüst gar nicht zu erreichen sind. Ein weiteres Plus der Bühne ist daher die Möglichkeit, Hindernisse zu überbrücken. Auch versicherungstechnische Gründe können den Ausschlag geben. Arbeitsbühnen können beispielsweise in Fußgängerzonen eingesetzt werden, ohne dort erheblich zu stören. Außerdem verringern sie die Einbruchsgefahr, weil sie nach Arbeitsende wieder eingefahren werden.
„Ein Gerüst lohnt sich nur, wenn mehrere Personen gleichzeitig an verschiedenen Einsatzorten tätig werden müssen, die Arbeiten über einen längeren Zeitraum hinweg andauern oder wenn mehr als drei Arbeitsgänge an der gleichen Stelle notwendig sind", fasst Harald Kuhnle zusammen. „Sich eine Bühne anzuschaffen rentiert sich aber für den durchschnittlichen Malerbetrieb auch nicht", weiß er aus eigener Erfahrung. Das muss ja auch nicht unbedingt sein - denn dafür gibt es Unternehmen wie seines in Fellbach.
Foto:
Der Mann für luftige Höhen: Harald Kuhnle vor einer seiner Lkw-Arbeitsbühnen. Die Größte von ihnen kann Personen bis auf 42 Meter sicher nach oben befördern.
Kuhnle GmbH Arbeitsbühnen
Robert-Bosch-Straße 8
70734 Fellbach
Tel.: (0711) 585662-0/Fax: -23
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