Nennspannung

Als Nennspannung wird die angegebene Spannung auf Batterien oder von Systemen bezeichnet, bspw. 12 Volt im Pkw-Bereich. Diese stimmt nicht mit der eigentlich vorhandenen Spannung überein, sondern gibt lediglich einen gerundeten Wert der Spannung an.

Ein Beispiel: Wird die Nennspannung einer Autobatterie mit 12V angegeben, so entspricht dies nicht der tatsächlichen Spannung, sondern ergibt sich aus einem gerundeten Wert, welcher für eine Zelle angenommen wird, in diesem Fall 2V. Tatsächlich liegt die Spannung der einzelnen Zellen allerdings höher, in der Regel zwischen 2,3 und 2,4V. Hieraus ergibt sich eine reale Gesamtspannung von 13,8 bis 14,4V. Dementsprechend liegt die tatsächliche Spannung für Batterien mit der Nennspannung 6V bei 6,9 bis 7,2V, für 12V bei 13,8 bis 14,4V und für 24V bei 27,6 bis 28,8V.

Auf Grund dessen werden auch die Bordnetze von Fahrzeugen mit Hilfe der Nennspannung bezeichnet, man spricht von 6V-, 12V- und 24V-Anlagen, tatsächlich werden diese aber mit etwas höheren Spannungen betrieben. Es treten hier sogenannte Bordschlussspannungen von 7,2; 14 und 28V auf.

Dieses Prinzip lässt sich auch auf Haus- und Starkstromnetze übertragen: 230 und 400V sind ebenso Nennspannungen. Ob es sich um Gleich- oder Wechselspannungsanlagen handelt, ist jedoch in allen Fällen nicht ersichtlich; hier bedarf es stets einer vorausgehenden Überprüfung.


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