Verbunden bleiben trotz Social Distancing

Wie ihr auch ohne körperliche Nähe bei euren Liebsten seid!

Das Gebot der Stunde lautet Social Distancing - soziale Distanzierung. Niemals war Abstand mehr Ausdruck von Nähe. Die Mutti der Nation bittet darum, soziale Kontakte auf das allernötigste Minimum zu reduzieren und ganz Deutschland reagiert - mit einem überwältigenden Meer von neuen Ideen für mehr Solidarität! Lokale Helfernetzwerke entstehen überall, die Öffentlichkeit denk darüber nach, welche Berufe alle "systemrelevant" sind und einer Vielzahl von Menschen wird bewusst, wie gut das mit dem Homeoffice funktioniert (und sie merken gleichzeitig, wie schlecht unsere digitale Infrastruktur ist).

Die Gesellschaft muss dieser Tage viel lernen und vielleicht bleibt ja langfristig sogar etwas hängen - somit hätte die Krise doch noch wenigstens etwas Gutes. Damit ihr nich den Kopf hägen lasst (denn das hilft nun wirklich niemandem) stellen wir euch ein paar tolle Ideen vor, wie ihr euch engagieren könnt und wie ihr euren Lieben trotz Abstand nahe kommt!

Registriert euch in Helfernetzwerken

Viele haben im Moment wirklich viel Zeit übrig: Schüler sind zwar angehalten, trotz Schulschließung zu lernen, doch sein wir ehrlich: 16 Stunden am Tag müssen es nicht sein. Bleibt ja durchaus etwas Zeit, sich zum Beispiel bei Quarantänehelden zu registrieren - und Hilferufe aus der lokalen Umgebung zu beantworten. Die Anfragen sind vorsortiert nach Entfernung und ihr könnt direkt lesen, worum es geht. Wer dann zuerst reagiert, bekommt den Job und besorgt der netten älteren Dame von Nebenan vielleicht noch einen Sack Kartoffeln, den er ihr an die Wohnungstür bringt.

Quarantänehelden Logo

Wer sich dafür keinem Netzwerk anschließen mag, kann auch im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses einen Zettel aufhängen und seine Hilfe anbieten oder vor dem nächsten Supermarktbesuch einfach dem Nachbarn per WhatsApp schreiben, ob er noch etwas braucht - so einfach ist Nachbarschaftshilfe!

Das Deutsche Rote Kreuz ruft dazu auf, auch weiterhin Blut zu spenden. Die Konserven sind nur wenige Wochen verwendbar, danach müssen sie entsorgt werden. Es besteht also kein Vorat, mit dem die Krisenzeit überbrückt werden kann, sondern es müssen ständig neue Bestände geschaffen werden. Wann der nächste Termin in eurer Nähe ist, erfahrt ihr hier!

Die Eltern einfach mal nicht besuchen

Die neue Situation bringt viel Unsicherheit mit sich: Darf ich meine Eltern noch besuchen? Darf ich mich noch mit dem besten Kumpel auf ein Bier zusammensetzen? Rechtlich gesehen ja (Stand heute), aber stellt euch eine Frage: Wie geht ihr damit um, wenn ihr jemanden (unbewusst) ansteckt? Wie schlimm wäre es, wenn ich dieses eine Mal auf ein Treffen verzichte? In der derzeitigen Situation ist der größte Ausdruck von Nähe die räumliche Distanz, diejenigen Menschen, die mir wichtig sind, meide ich fürs Erste, um sie nicht zu gefährden. Im nächsten Absatz zeigen wir euch, wie ihr trotzdem in Verbindung bleibt!

Videocall like a Boss!

Für Videoanrufe gibt es unzählige Apps. Apple-User unter sich nutzen gerne FaceTime (bis zu 32 Personen), Googles Android bringt von Haus aus Hangouts mit. Plattformunabhängige Apps wie Whatsapp und Skype stehen ebenfalls zur Verfügung und sind oft sogar auch auf dem (Tablet-) Computer nutzbar. Sorgt für einen vollen Akku, schaltet das große Licht an (damit das Gesicht nicht geisterhaft vom Display beleuchtet wird) und haut euch auf die Couch!

Mit diesen Tipps macht der nächste Videocall doppelt Spaß:

  • Benutzt ein Stativ, um euer Handy vor euch aufzubauen! Nichts nervt den Gegenüber so, wie ein ständig wackliges, unscharfes Bild. Wenn ihr alleine seid, könnt ihr außerdem ein Headset benutzen, damit seid ihr besser zu verstehen.

  • Benutzt den Fernseher als zweiten Bildschirm! Wer sein Handy via Apple TV oder Chromecast mit dem Fernseher verbinden kann, hat seine Freunde in Lebensgröße bei sich im Wohnzimmer!

  • Verabredet euch zum Call! Klingt simpel aber wer verabredet ist, nimmt sich automatisch die Zeit für einander! Tiefsinnige Gespräche kommen in der Hektik des Alltags eher nicht zustande.

Und noch eine Bitte: Ihr seid verabredet, der Kollege nimmt sich extra Zeit für euch. Rennt nicht mit dem Handy vor der Nase durch die Bude, das ist unhöflich. Setzt euch gemütlich aufs Sofa, macht einen guten Wein auf und genießt lieber den Abend, als wärt ihr wirklich beieinander!

Tut so, als wäre 1998 und zockt die ganze Nacht lang Videospiele mit Freunden!

Playstation 4, XBOX One oder der gute alte Computer sind alle onlinefähig! Alte Spieleklassiker sind zu Beispiel bei Steam für einen schmalen Taler zu haben, können aber immer noch süchtig machen! Verabredet euch mit euren Freunden und packt die alten Schinken von früher wieder aus. Pro Tipp: Nehmt die jungen Kollegen mit dazu und zeigt den Grünschnäbeln, wie man Counter Strike, Quake und Unreal Tournament zockt! (... oder seid ihr eher die Pong-Generation...? ;-)

Schreibt einen Brief!

Ihr kennt das: Ihr macht im Urlaub 4000 Bilder mit dem Handy aber keines davon wird ausgedruckt. Die paar Bilder, für die man die Spiegelreflex bemüht, werden aufwendig nachbearbeitet und in Form von Fotobüchern ins Regal gestellt; es sind Trophäen!

Ebenso verhält es sich mit handgeschriebenen Postkarten oder Briefen! Ein digitales "sind gut gelandet, macht euch keine Sorgen!" beruhigt zwar, bleibt aber nicht lange in Erinnerung. Die Postkarte, die Oma aus dem netten Örtchen am Meer bekommt (weil sie kein WhatsApp hat) bleibt bei ihr über lange Jahre in der Küche hängen und zaubert ihr zu jeder Mahlzeit ein Lächeln ins Gesicht. Jetzt ist die perfekte Gelegenheit, der Kumpeline in der Nachbarstadt einen langen Brief zu schreiben - ich wette, sie wird begeistert sein!

Eine Gute Nachricht zum Schluss: Wer in häuslicher Gemeinschaft wohnt, darf auch weiterhin Kontakt haben. Bestellt euch was leckeres zu essen und macht euch einen netten Abend mit Netflix (and chill ;-)

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