News – 24.08.2022

IPAF veröffentlicht globalen Sicherheitsreport

Positive Entwicklung bei Unfallzahlen

Stürze von der Plattform, Stromschläge und das Umkippen von Arbeitsbühnen sind die häufigsten Vorfälle, die in den letzten zehn Jahren zu schweren Verletzungen und Todesfällen geführt haben. Dies geht aus dem jüngsten globalen Sicherheitsbericht hervor, der von der International Powered Access Federation (IPAF) auf der Grundlage einer Analyse anonymisierter und über das IPAF Portal für Unfallmeldungen gesammelten Daten erstellt wurde.

Der globale IPAF-Sicherheitsbericht 2022, der am 30. Juni vorgestellt wurde, analysiert die neuesten, über das IPAF-Portal (www.ipafaccidentreporting.org) gesammelten Daten für den Zeitraum 2012 bis 2021. Dabei werden die Trends von Jahr zu Jahr und Dreijahrestrends verglichen, um zu ermitteln, wie gut die Branche bei der Bekämpfung der wichtigsten Unfallursachen im Zusammenhang mit Höhenzugangstechnik abschneidet.
In dem diesjährigen Bericht kann IPAF auf die Daten von zehn Jahren zurückblicken, da der Verband 2012 mit der Erfassung von Unfallberichten begann. Die Daten für den gesamten Zeitraum 2012 bis 2021 ergeben 4.374 Meldungen, darunter 4.462 Unfälle mit Ausfallzeiten und 585 Todesfälle. Während des Zehnjahreszeitraums wurden Berichte aus 41 Ländern gesammelt.
Bei den Unfällen, die zu einem oder mehreren Todesfällen führten, waren in den zehn Jahren, für die Daten vorliegen, drei Ursachen am häufigsten: Stürze von der Plattform, Stromschläge und das Umkippen von Arbeitsbühnen. Darauf folgen Vorfälle mit Quetschungen an vierter und mechanische/technische Probleme mit Funktionsausfall der Hubarbeitsbühne an fünfter Stelle. Zusammenstöße mit Fahrzeugen oder Geräten folgen an sechster und ein Aufprall durch herabfallende Gegenstände an siebter Stelle.
Allein im Jahr 2021 gab es 603 Meldungen aus 28 Ländern mit 628 beteiligten Personen, die 109 Todesopfer forderten. Dies ist ein leichter Rückgang gegenüber der Zahl der Todesopfer im Jahr 2020 mit 126. Das Land, das im Jahr 2021 die meisten Berichte einreichte, war das Vereinigte Königreich, 60,8 % der Meldungen kamen aus Großbritannien. Die USA reichten 18,7 % der Berichte ein und Südkorea 4,9 % - ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.
Die Branche, aus dem die meisten Unfälle gemeldet wurden, war die Arbeitsbühnenvermietungsbranche mit 43 %, gefolgt vom Baugewerbe mit 29 % der Unfälle. Auf das Gebäudemanagement entfiel knapp ein Zehntel aller Berichte (9,8 %).

Zwar ist ein positiver Trend erkennbar, aber die Unfallzahlen, deren Dunkelziffer deutlich höher liegen dürfte, zeigen auch, dass noch ein langer Weg vor der Branche liegt und das sichere Arbeiten mit Hubarbeitsbühnen weiterhin im Fokus der Hersteller und Vermieter stehen muss. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern ist es das Anliegen von PartnerLIFT, stetig an der Sicherheit beim Arbeiten mit Arbeitsbühnen zu arbeiten. Dies zeigt nicht zuletzt das Engagement von Kai Schliephake im Aufsichtsrat von IPAF, indem er bereits seit dem Jahr 2017 ehrenamtlich tätig ist.
Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner IPAF bietet PartnerLIFT zudem eine smarte, webbasierte Lösung für die jährliche Unterweisung für Bedienern von Hubarbeitsbühnen an. Auch die rund 100 PartnerLIFT Partner sind im Bereich der Schulung aktiv. Mehrere tausend Erstschulungen und Unterweisungen werden durch die PartnerLIFT Partnerbetriebe jährlich durchgeführt, um die Sicherheit jedes einzelnen Arbeitsbühnen-Nutzers zu erhöhen.

Hier können Sie sich den IPAF Sicherheitsbericht runterladen: IPAF Globaler Sicherheitsbericht | IPAF